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    <title>Rap in Kosovo, MARJETICA POTRC, Prishtina House. Wenn Amseln eine Stadt verlassen. </title> 
<description>1998 war es für Agron Bajrami, Chefredakteur der Tageszeitung „Koha Ditore“ selbstverständlich in einer Rockband zu spielen und viele dieser damals gegründenden Bands wie Jericho existieren immer noch. Heute befindet sich im Kosovo, neben New York, die größte Techhouseszene der Welt, vertreten durch Djs wie Toton oder Agnes, die auch in Belgrad auftreten und damit Zeichen der Verständigung setzen. Trancesounds klingen aus den Ampeln in Pristina, steht man neben ihnen, hört es sich an, als stünde man neben Türstehern der populären auf Hochglanz polierten Clubs.Die Auswirkungen fehlender Staatlichkeit auf kulturelle Ausdrucksformen im Kosovo sind drastisch, insofern, dass sich die Reflexion über öffentliche Freiheit in dieser Gesellschaft erst seit 1999 wieder entwickeln kann. In jugendkulturellen Radioprojekten wie dem lokalen Radiosender „urban fm“ versucht man mit alternativer Musik die Jugendlichen aus den traditionellen, national geprägten Angeboten der Mainstreamkultur im Kosovo abzuholen, um sie durch Vielfalt zu prägen. Durch diese kulturellen Angebote einer involvierenden Öffentlichkeit, verspricht man sich plurales und freies Denken, weil man eine vielstimmige Öffentlichkeit fördert.Mit „Raptishiz?m“, einer sprachlichen Umkehrung des serbischen Schimpfwortes „shiptar“ für Albaner, thematisiert die HipHop Gruppe NR, den Bau einer Kirche mitten im Zentrum Pristinas. „Selbst wenn wir jetzt Schulen abreißen um Kathedralen zu bauen / ist das keine minimale, reale Chance auf den Weg nach Europa zu kommen / das ist eine der abnormalen Ideen/ die dich langsam töten / Terror, Rassismus, Kommerz, Dummheit / 92 Prozent Moslems wollen eine Kirche / sollte man da nicht gleich einen Turm von Pisa bauen? / ein Monument als Argument für nur einen Moment.“ MARJETICA POTRC, Prishtina House, spricht über die informelle Architektur in Prishtina und ihre aktuelle Ausstellung im Portikus. </description>
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    <copyright>Copyright 2006</copyright>
    <lastBuildDate>Mo, 08 MAy 2006 9:00:00 -0100</lastBuildDate>
    <pubDate> Mo, 08 MAy 2006 9:00:00 -0100</pubDate>
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    <title>Rap in Kosovo, MARJETICA POTRC, Prishtina House. Wenn Amseln eine Stadt verlassen. </title>
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<description>1998 war es für Agron Bajrami, Chefredakteur der Tageszeitung „Koha Ditore“ selbstverständlich in einer Rockband zu spielen und viele dieser damals gegründenden Bands wie Jericho existieren immer noch. Heute befindet sich im Kosovo, neben New York, die größte Techhouseszene der Welt, vertreten durch Djs wie Toton oder Agnes, die auch in Belgrad auftreten und damit Zeichen der Verständigung setzen. Trancesounds klingen aus den Ampeln in Pristina, steht man neben ihnen, hört es sich an, als stünde man neben Türstehern der populären auf Hochglanz polierten Clubs.Die Auswirkungen fehlender Staatlichkeit auf kulturelle Ausdrucksformen im Kosovo sind drastisch, insofern, dass sich die Reflexion über öffentliche Freiheit in dieser Gesellschaft erst seit 1999 wieder entwickeln kann. In jugendkulturellen Radioprojekten wie dem lokalen Radiosender „urban fm“ versucht man mit alternativer Musik die Jugendlichen aus den traditionellen, national geprägten Angeboten der Mainstreamkultur im Kosovo abzuholen, um sie durch Vielfalt zu prägen. Durch diese kulturellen Angebote einer involvierenden Öffentlichkeit, verspricht man sich plurales und freies Denken, weil man eine vielstimmige Öffentlichkeit fördert.Mit „Raptishiz?m“, einer sprachlichen Umkehrung des serbischen Schimpfwortes „shiptar“ für Albaner, thematisiert die HipHop Gruppe NR, den Bau einer Kirche mitten im Zentrum Pristinas. „Selbst wenn wir jetzt Schulen abreißen um Kathedralen zu bauen / ist das keine minimale, reale Chance auf den Weg nach Europa zu kommen / das ist eine der abnormalen Ideen/ die dich langsam töten / Terror, Rassismus, Kommerz, Dummheit / 92 Prozent Moslems wollen eine Kirche / sollte man da nicht gleich einen Turm von Pisa bauen? / ein Monument als Argument für nur einen Moment.“ MARJETICA POTRC, Prishtina House, spricht über die informelle Architektur in Prishtina und ihre aktuelle Ausstellung im Portikus. </description>
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<category>Podcasts</category>
<pubDate>Mo, 08 MAy 2006 9:00:00 -0100</pubDate>
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